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Geschichte der Korporation Luzern
 

Die Wurzeln der Korporation reichen bis ins frühe Mittelalter zurück. Was damals gemeinsam genutzt wurde – Weiden, Wälder, Alpen und Gewässer – hiess Allmend. Die heutige Aufgabe der Korporation liegt in der Verwaltung und Nutzung der ihr bei der Aufteilung (Sönderung) der Stadtgüter anno 1822 verbliebenen Wälder, Liegenschaften und Kulturgüter (Nutzungsgemeinde).

Ihrem Ursprung und ihrem Alter entsprechend setzt sich die Korpo­ra­tionsbürgerschaft aus Mitgliedern alteingesessener Familien zusam­men,- doch Mitglied kann heute werden, wer das Stadtbürgerrecht besitzt und ein Einkaufsgeld bezahlt.

Wichtigste Aufgabe der Korporation ist heute die Bewirtschaftung und Pflege von 1500 Hektaren Wald in Luzern und in den umliegenden Gemeinden (wovon 860 korporationseigene Wälder). Zusammen mit 5 Alpliegenschaften bilden diese Wälder einen weitläufigen Freizeit- und Erholungsraum, welcher der Bevölkerung kostenlos zur Verfügung steht.
Auch die Nutzung der Fischenzen mit der Pflege und Nachzucht der Fische im See und in der Reuss auf Stadtgebiet gehört zu den Auf­ga­ben der Korporation.
Daneben widmet sich die Korporation der Pflege von Kulturgütern wie der Bürgerbibliothek und der Graphischen Sammlung in der Zentral- und Hochschulbibliothek, des Reliefs der Zentralschweiz im Gletschergarten sowie von Bilder- und Münzensammlungen.

Der Korporationsbürgerrat – Legislative – besteht aus 12 Mitgliedern. Ausführendes Organ – Exekutive – ist die Korporationsverwaltung, eine Kollegialbehörde mit drei Mitgliedern. Die laufenden Geschäfte werden durch die Verwaltung und die Kanzlei erledigt.

Die Korporation stand und steht seit Jahrhunderten im Dienst der Gemeinschaft. War dies anfänglich nur ein beschränkter Kreis von nutzungsberechtigten Anteilhabern, so stehen heute die Leistungen der Korporation der gesamten Bevölkerung zur Verfügung. Die rund 3500  Korporationsbürger verzichten heute weitgehend auf ihre früheren Privilegien.

 
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